| Die
Geburtsstunde des Sängerbundes |
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In
Goldach gab es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zwei Männerchöre.
Der eine nannte sich schlicht Männerchor, der andere Männerchor
Harmonie. Von beiden finden wir heute keine Protokolle mehr. Dass der
im Jahre 1874 gegründete Männerchor Harmonie aktiv war, beweist
ein reinsilberner Pokal, den der Verein am Eidgenössischen Sängerfest
1886 in St. Gallen heraussang. Diese kostbare Auszeichnung
ist heute im Besitz des Sängerbundes und wird wie ein Kleinod gehütet.
Offenbar
kriselte es in den beiden Männerchören Mitte der Neunzigerjahre.
Eine ansehnliche Zahl von Sängern, die in Rorschach wohnten, trat
aus der Harmonie aus.
Am
4. Dezember 1895 wurden im Schäflesaal die beiden Rumpfmännerchöre
vom damaligen Gemeindammann Klingler offiziell aufgelöst und anschliessend
unter der Leitung von Tagespräsident Lehrer A. Bischof der Männerchor
Sängerbund unter den Klängen der Musikgesellschaft Melodia aus
der Taufe gehoben.
Anlässlich der Hauptversammlung im März 2000 zählten wir
in unserem Chor 50 aktive Sänger (im 1. Tenor 22, im 2. Tenor 16,
im 1. Bass 14 und im 2. Bass 9). Das Durchschnittsalter betrug 58 Jahre.
Leider haben wir aufgrund von Todesfällen einen stark reduzierten
Bestand an aktiven Sängern. Es ist uns deshalb ein Anliegen, Nachwuchs
zu gewinnen. Eine eigens für diese Problemlösung eingesetzte
Arbeitsgruppe hofft erfolgreich zu sein.
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Zweck
des Vereins
Der Sängerbund Goldach ist ein Verein im Sinne von Art. 60 ff ZGB
und bezweckt den Männergesang. Durch Veranstaltung von Konzerten
und geselligen Anlässen soll guter Chorgesang verbreitet und die
Kameradschaft unter den Sängern gefördert werden. Der Sängerbund
Goldach ist politisch und konfessionell neutral.
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Zum
Gesang
Neben der traditionellen Männerchorliteratur wurde der Wunsch nach
moderneren Rhythmen immer grösser. Unser Chor wagt sich heute auch
an moderne amerikanische Rhythmen mit Synkopen sowie an Negrospirituals.
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Gesangsauftritte
Selbstverständlich hat sich ein Chor auch mit anderen Chören
zu messen und sich dem strengen Urteil der Experten zu stellen. Mit einer
Rangierung wurde vor vielen Jahren schon aufgehört; heute wird einfach
mit Prädikaten qualifiziert. Zudem ist es recht nützlich, aus
den detaillierten Expertenberichten zu erfahren, wo die Stärken und
Schwächen eines Chores liegen, um mit entsprechenden Massnahmen Verbesserungen
zu erzielen.
So nahm der Sängerbund an allen Bezirkssängerfesten teil, organisierte
1987 und 1995 diejenigen von Goldach selbst. Ausserdem nahm er an den
Kantonalgesangsfesten in Buchs, Jona, Flawil, Rorschach, sowie an ausserkantonalen
in Heiden und Glarus teil.
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Adventskonzerte
Es hat sich in der Adventszeit der schöne Brauch entwickelt, zusammen
mit einem Schülerchor, dem Frauenchor Goldach und dem Orchester der
Jugendmusikschule ein besinnliches Konzert in der katholischen Kirche
aufzuführen. Dass die Kirche jeweils meist bis zum letzten Platz
gefüllt ist, zeugt doch vom Interesse der Bevölkerung.
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Abendunterhaltungen
Jeder Chor hat das Bedürfnis, hie und da im Dorf sein Können
in Form eines Konzertes zu zeigen, verbunden mit Unterhaltung und Tanz.
Begeisterung packte jedesmal alle Teilnehmer und auch das Publikum. Eine
bunte Mischung von altvertrautem und neuem Liedergut, eingebaut in eine
eigene Theatershow, charakterisierten die Unterhaltungsabende der letzten
Jahre.
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Sängerreisen
Reisen dienen der Erweiterung des Horizontes und Sängerreisen zusätzlich
der Pflege der Kameradschaft. Jeder der dabei war, hat unvergessliche
Erinnerungen an schöne Landschaften, interessante Besichtigungen,
fröhliche Feste, belustigende und komische Ereignisse. Erwähnt
seien hier die Mitwirkung am Gottesdienst in der Notre Dame de Grandville
(Normandie), in der Kathedrale in Neuchâtel, in der St. Josefkirche
in Baden-Baden, aber auch die ganz spontanen Auftritte in der Abtei St-Maurice,
im Dom zu Salzburg, in der Stiftskirche Melk, um nur ein paar zu nennen.
Unsere Sängerreisen im letzten Vierteljahrhundert führten uns
nach Budapest, Athen, Bulgarien, Lissabon, Normandie, Frankenland, Wien,
Salzburg, Prag und ins Piemont.
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